Barrierefrei.de warnt vor falscher Förderauskunft

Es ist wohl eine Verkaufsmasche, mit der auf Kundenfang beim Immobilienkauf gegangen wird: Wie Marco Gedert, Geschäftsführer von barrierefrei.de informiert, wenden sich zurzeit vermehrt Besucher der Seite, insbesondere aus dem Raum Kaiserslautern, an das Informationsportal und berichten von einer falschen Förderauskunft: „Danach wurde ihnen von Bauherren, Architekten und sogenannten Beratern gesagt, beim Erwerb von Immobilien – in der Regel Eigentumswohnungen – könnten sie mit einem ‚Zuschuss aus Mainz über 21.000 Euro‘ rechnen, sollten sie eine Wohnung kaufen und barrierefrei umbauen.“

Doch Marco Gedert warnt vor solchen pauschalen Festlegungen. Der Experte für barrierefreies Bauen und Wohnen weiß: „Die Förderung barrierefreier Bauvorhaben ist immer individuell und kann nicht pauschal auf einen Betrag von 21.000 Euro festgesetzt werden. Geprüft wird stets der Einzelfall. Aussagen über feste Förderbeiträge sind nach meiner Einschätzung unseriös und dienen lediglich der Verkaufsförderung.“

Gerade mit Blick auf die angekündigte Kürzung der KfW-Förderung für altengerechtes Bauen im kommenden Bundeshaushalt setzen nach Einschätzung Gederts Investoren und Makler verstärkt auf die Förderung als Verkaufsargument, nach dem Motto: Jetzt noch schnell die staatliche Unterstützung sichern. Der Diplom-Ingenieur rät jedoch davon ab, solchen Lockangeboten blind zu vertrauen und stattdessen eigene Informationen über staatliche Unterstützung – zum Beispiel über den Förderbereich von barrierefrei.de – einzuholen und sich individuell beraten zu lassen.